Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein

Schulrechtstest

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Grund- und Hauptschule
1. Was muss eine Lehrkraft nach § 7 der Lehrerdienstordnung bei den Erziehungsmitteln beachten?
Eine Schülerin oder ein Schüler darf nicht vor der gesamten Klasse für ein Fehlverhalten gerügt und getadelt werden. 
Zur Achtung vor der zu erziehenden Persönlichkeit gehört, dass Schimpfworte in der Schule keinen Raum haben. 
Ein Tadel, welcher ausgesprochen werden muss, darf niemals die Form einer Beschimpfung haben. 
Zu einer wirksamen Erziehung gehört, dass Schülerinnen oder Schüler durch Missachtung bestraft werden. 
Ein Tadel darf nur dann ausgesprochen werden, wenn alle anderen Erziehungsmittel versagt haben. 
2. Welche Nebentätigkeiten beamteter Lehrkräfte sind nach LBG nicht genehmigungspflichtig:
die Tätigkeit zur Wahrung von Berufsinteressen in Gewerkschaften und Berufsverbänden oder in Organen von Selbsthilfeeinrichtungen der Beamtinnen und Beamten. 
die Verwaltung eigenen oder der Nutznießung der Beamtin oder des Beamten unterliegenden Vermögens. 
eine schriftstellerische, wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit und eine Vortragstätigkeit der Beamtin oder des Beamten. 
eine Nebentätigkeit, zu deren Übernahme die Beamtin oder der Beamte verpflichtet ist. 
die Übernahme einer gewerblichen Tätigkeit, die Ausübung eines freien Berufes oder die Mitarbeit bei einer dieser Tätigkeiten. 
3. Wozu sind die Schülerinnen oder Schüler aufgrund des Schulverhältnisses nach Schulgesetz verpflichtet?
Sie sind verpflichtet, verbindlich erklärte Schulveranstaltungen zu besuchen. 
Sie sind verpflichtet, an vom für Bildung zuständigen Ministerium zugelassenen Befragungen, die der Überprüfung der Qualität der schulischen Arbeit dienen, teilzunehmen. 
Sie sind verpflichtet, am Nachmittag ein Fest auszurichten, das die Klasse selbstständig organisiert. 
Nur minderjährige Schülerinnen oder Schüler sind verpflichtet, die Hausaufgaben anzufertigen. 
Die Schülerin und der Schüler haben im Unterricht mitzuarbeiten, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen. 
4. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen zur Benotung gemäß Zeugnisverordnung an!
Die Note ´ausreichend´ (4) soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im Allgemeinen entspricht. 
Die Note ´sehr gut´ (1) soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im herausragenden Maße entspricht. 
Die Note ´gut´ (2) soll erteilt werden, wenn die Leistungen den Anforderungen voll entsprechen. 
Die Note ´mangelhaft´ (5) soll erteilt werden, wenn .die Leistungen den Anforderungen nicht entsprechen, jedoch erkennen lassen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.  
Die Note ´befriedigend´ (3) soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen in durchschnittlichem Maße entspricht.  
5. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen vor dem Hintergrund des Schulgesetzes an!
Die Schulleiterin oder der Schulleiter darf ohne Angabe von Gründen in die Arbeit der Schülervertretung eingreifen. 
Die Schülervertretung nimmt nur die Anliegen der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Lehrkräften wahr. 
Schülervertreterinnen und Schülervertreter können eine Schülerin oder einen Schüler der Schule auf deren oder dessen Wunsch bei der Wahrnehmung von Rechten bei Ordnungsmaßnahmen unterstützen. 
Die Schülervertretung gibt den Schülerinnen oder Schülern die Möglichkeit gemeinsamer Mitwirkung an den die Schule betreffenden Angelegenheiten. 
Die Schülervertretung nimmt selbstgestellte kulturelle, fachliche, soziale und sportliche Aufgaben innerhalb des Schulbereichs wahr. 
6. Bei Durchführung von Ordnungsmaßnahmen müssen gemäß § 25 Schulgesetz Rechtsvorschriften eingehalten werden. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an!
Vor einer Ordnungsmaßnahme sind die betroffene Schülerin oder der betroffene Schüler und im Falle der Minderjährigkeit ihre oder seine Eltern zu hören.  
Die betroffene Schülerin oder der betroffene Schüler kann der Anhörung fernbleiben und sich durch ein Mitglied der Schülervertretung (SV) vertreten lassen.  
Die ausgesprochene Ordnungsmaßnahme muss in einem angemessenen Verhältnis zum Anlass stehen.  
Alle Ordnungsmaßnahmen werden von der zuständigen Klassenkonferenz beschlossen.  
Über den Antrag auf Überweisung in eine andere Schule mit dem gleichen Bildungsabschluss entscheidet die Schulaufsichtsbehörde auf Antrag der Schule.  
7. Hinsichtlich der Kosten einer Schulfahrt gelten folgende Regelungen:
Die Entscheidung über den Kostenrahmen liegt in der eigenverantwortlichen Entscheidung der Schule. 
Die Klassenkonferenz entscheidet über die Durchführung eines Schulausfluges und somit auch über eine Kostenobergrenze. 
Die Richtlinie für Schulausflüge setzt keine Kostenobergrenze fest. 
Die Richtlinie für Schulausflüge setzt eine Kostenobergrenze von 300 € fest. 
Die Schulkonferenz entscheidet über die Grundsätze für Schulausflüge und somit auch über eine Kostenobergrenze. 
8. Die Beaufsichtigung der Schülerinnen und Schüler ist durch folgende Komponenten gekennzeichnet:
Bedarfsabhängig 
Kontinuierlich 
Präventiv 
Gelegentlich 
Aktiv 
9. Das Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs wird durchgeführt …
… auf Antrag des Jugendamtes oder des Amtes für soziale Dienste (ASD). 
… auf Veranlassung der besuchten Schule. 
… auf Antrag der Eltern eines nicht volljährigen Kindes. 
… auf Antrag einer der in Betracht kommenden aufnehmenden Schulen. 
… auf Antrag einer volljährigen Schülerin oder eines volljährigen Schülers. 
10. Für wen gilt die Schul-Datenschutzverordnung - SchulDSVO?
Diese Verordnung gilt für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in allen öffentlichen Einrichtungen.  
Diese Verordnung gilt für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern durch öffentliche Schulen, Elternvertretungen, den schulpsychologischen Dienst sowie durch die Meldebehörde. 
Diese Verordnung regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in allen öffentlichen und privaten Schulen.  
Diese Verordnung gilt auch, wenn Lehrkräfte dienstlich unter Zuhilfenahme dienstlicher oder privater informationstechnischer Geräte bei der Datenverarbeitung tätig werden. 
Diese Verordnung regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Schulen.  
11. Daten von Schülerinnen und Schülern, die von öffentlichen Schulen gemäß § 30 Absatz 1 SchulG und Anlage 2 zu §5 SchulDSVO verarbeitet werden dürfen, sind:
Teilnahme an Fördermaßnahmen  
Datum der ersten Einschulung 
Beurlaubung vom Unterricht 
Bisher besuchte Schulen  
BAFöG-Schulbescheinigung 
12. Was gilt gemäß Erlass zur politischen Bildung vom 6. Juli 2016 in der sogenannten ´heißen Wahlkampfphase´ (sechs Wochen vor dem Wahltermin) in Bezug auf Presse und sonstige publizistische Begleitung, wenn politische Mandatsträgerinnen oder Mandatsträger in den Unterricht oder zu einer sonstigen schulischen Veranstaltung eingeladen werden?
Bei schulischen Veranstaltungen innerhalb der sog. „heißen Wahlkampfphase“ müssen Presse- und Rundfunkvertreter von verschiedenen Presseorganen vertreten sein, die entsprechend der politischen Ausrichtung ihres Mediums die Vielfalt der an der Veranstaltung beteiligten Parteien widerspiegeln. 
Im Nachgang zu der Veranstaltung kann die jeweilige Schule selbst Pressearbeit in der auch sonst bei besonderen schulischen Veranstaltungen üblichen Art und Weise machen. Eine publizistische Begleitung insbesondere durch die Anwesenheit von Medienvertreter/-innen während der Veranstaltung ist ausgeschlossen. 
Bei schulischen Veranstaltungen innerhalb der sog. „heißen Wahlkampfphase“ haben alle beteiligten Mandatsträgerinnen und -träger das Recht, Presseberichte und Rundfunkbeiträge zu authorisieren, bevor diese veröffentlich werden. 
Bei schulischen Veranstaltungen innerhalb der sog. „heißen Wahlkampfphase“ dürfen anwesenden Pressevertreter nur mit Angehörigen der Schule sprechen; keinesfalls aber mit einem Mandatsträgerinnen und -träger sowie Vertreterinnen und Vertreter politischer Parteien. 
Bei schulischen Veranstaltungen innerhalb der sog. „heißen Wahlkampfphase“ haben die Mandatsträgerinnen und -träger sowie Vertreterinnen und Vertreter politischer Parteien Veröffentlichungen gegenüber Presse und Rundfunk oder eine sonstige publizistische Begleitung zu unterlassen. 
13. Sie wollen in Ihrem Deutschunterricht Peter Härtlings Roman ´Oma´ behandeln und diese Lektüre durch die Eltern beschaffen lassen. Ein Elternpaar verweigert aus finanziellen Gründen die Bezahlung und verweist auf die im Schulgesetz garantierte Lernmittelfreiheit. Überprüfen Sie folgende Aussagen!
Die Weigerung ist unzulässig; Bücher und Druckschriften, die zwar im Unterricht eingesetzt werden, daneben aber erhebliche Bedeutung für den persönlichen Gebrauch haben können, müssen nicht unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.  
Die Weigerung ist aufgrund der im Schulgesetz festgeschriebenen Lernmittelfreiheit rechtens. 
Das für Bildung zuständige Ministerium kann durch Verordnung Höchstbeträge für Kostenbeiträge festsetzen. 
Die Kosten müssen im Rahmen eines Höchstbetrages liegen, der von der Schulkonferenz festzusetzen ist. 
Sie müssen auf Ihr Vorhaben verzichten, weil finanzielle Gründe nicht zur Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern führen dürfen. 
14. Sie werden als Klassenlehrerin bzw. als Klassenlehrer gebeten, eine Schülerin für eine Woche zu beurlauben. Die ältere Schwester besucht dieselbe Schule und soll ebenfalls beurlaubt werden. Überprüfen Sie folgende Aussagen!
Die Schulleiterin oder der Schulleiter beruft eine gemeinsame Klassenkonferenz der betroffenen Klassen ein, lässt den Fall beraten und eine Entscheidung herbeiführen. 
Den Urlaubsantrag reichen Sie mit einer Stellungnahme an die Schulleiterin oder den Schulleiter weiter. 
Sie beurlauben Ihre Schülerin, müssen aber dafür Sorge tragen, dass die versäumten Lerninhalte nachgearbeitet werden. 
Sie beurlauben beide Kinder, da Sie diese nach der Dienstordnung bis zu sechs Tagen beurlauben können. 
Bei Geschwistern entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter nach Anhörung der beteiligten Klassenleitungen.  
15. Als eine Möglichkeit der individuellen Förderung gelten Lernpläne. Überprüfen Sie folgende Aussagen!
Lernpläne werden in der Regel halbjährlich fortgeschrieben. 
Lernpläne sind mit den Zeugnissen zu verteilen. 
Der Lernplan dient der zusätzlichen Unterstützung von Entscheidungen zum schulischen Werdegang eines Kindes. 
Lernpläne geben Empfehlungen für die Schullaufbahn des Kindes. 
Der Lernplan enthält verbindliche Absprachen zwischen den am schulischen Werdegang einer Schülerin oder eines Schülers Beteiligten über zu treffende Maßnahmen und deren Unterstützung. 
16. § 4 der Landesverordnung über Grundschulen regelt das Aufsteigen nach Klassenstufen. Überprüfen Sie folgende Aussagen!
Eine Wiederholung der Jahrgangsstufe 3 oder 4 wird auf die Höchstdauer der Schulbesuchszeit nach § 18 Abs. 2 SchulG angerechnet. 
Die Schülerinnen und Schüler steigen am Ende der Jahrgangsstufen 1 bis 4 ohne Versetzungsbeschluss in die jeweils nächste Jahrgangsstufe auf. 
Ist zu erwarten, dass eine Schülerin oder ein Schüler für ein erfolgreiches Durchlaufen der Eingangsphase drei Schuljahre benötigt, sind die Eltern spätestens am Ende der Jahrgangsstufe 1 darüber zu informieren. 
Über den Antrag auf Wiederholen der Klassenstufe 3 oder 4 entscheidet die Klassenkonferenz. 
Die Entscheidung über den Antrag auf Wiederholen der Jahrgangsstufe 3 oder 4 setzt voraus, dass die im Lernplan vorgesehenen Fördermaßnahmen erfolglos geblieben sind und es ausgeschlossen erscheint, dass die Schülerin oder der Schüler in der nächsten Jahrgangsstufe erfolgreich mitarbeiten kann. 
17. Überprüfen Sie folgende Aussagen zur Erteilung von Notenzeugnissen!
Auf außerhalb der Schule erworbene Zertifikate oder andere Leistungsnachweise können auf Beschluss der Klassenkonferenz mit Zustimmung der Schülerin oder des Schülers hingewiesen werden. 
Die Noten für die Fächer, die nur während des ersten Schulhalbjahres erteilt worden sind, werden in das Zeugnis am Schuljahresende übernommen. 
Unterbleibt in Halbjahreszeugnissen der Hinweis auf die Gefährdung der Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe, ist die Schülerin oder der Schüler unabhängig von ihren oder seinen Leistungen zu versetzen. 
Die Noten werden von der Lehrkraft erteilt, die die Schülerin oder den Schüler zuletzt unterrichtet hat. 
In Grundschulzeugnissen sind die Noten in den Fächern zu erläutern. 
18. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen zur Wahl der weiterführenden allgemein bildenden Schulen an!
Die Schule unterrichtet zum Ende des ersten Schulhalbjahres der Jahrgangsstufe 4 die Eltern über den Ablauf des Informations- und Anmeldeverfahrens in den weiterführenden Schulen. 
Die Schulartempfehlung stützt sich auf einen Entwicklungsbericht. 
Die weiterführenden allgemein bildenden Schulen sind nicht verpflichtet, den Eltern eine individuelle Beratung zu ermöglichen. 
Die Lehrkräfte der Grundschule informieren auf einer Elternversammlung über Ziele, Anforderungen und Arbeitsweisen der weiterführenden Schulen. 
Lehrkräfte beraten die Eltern über die weitere schulische Laufbahn ihres Kindes in einem individuellen Gespräch. 
19. Wie ist eine Gemeinschaftsschule aufgebaut?
Sie kann ein Regionales Berufsbildungszentrum führen. 
Die Gemeinschaftsschule umfasst die vier Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I.  
Sie kann eine Oberstufe führen.  
Sie kann mit einer Grundschule organisatorisch verbunden sein.  
Die Gemeinschaftsschule umfasst die sechs Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I.  
20. Hinsichtlich des Nachteilsausgleichs bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf sagt die Zeugnisverordnung (ZVO) aus:
Im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung ist ein Nachteilsausgleich nur auf Antrag zu gewähren.  
In der Bewertung von schriftlichen Arbeiten sollen Hinweise auf einen gewährten Nachteilsausgleich Auskunft geben über die einschränkenden Beurteilungsmerkmale.  
In die Bewertung von Leistungen dürfen Hinweise auf einen gewährten Nachteilsausgleich nicht aufgenommen werden.  
Im Förderschwerpunkt Lernen ist ein grundsätzlicher Nachteilsausgleich zu berücksichtigen.  
Über Art und Umfang eines zu gewährenden Nachteilsausgleichs entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.  
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