Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein
Schulrechtstest

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Sonderschule
1. Wer ist gemäß Lehrerdienstordnung Vorgesetzte oder Vorgesetzter einer Lehrkraft?
Schulleiterin oder Schulleiter 
zuständige Schulaufsichtsbeamtinnen und Schulaufsichtsbeamte 
Ministerpräsident(in) 
Ministerin oder Minister für Bildung und Wissenschaft 
Staatssekretärin oder Staatssekretär 
2. Was muss eine Lehrkraft bei den Erziehungsmitteln nach Lehrerdienstordnung beachten?
Eine wirksame Erziehung zu einem freiheits- und ehrliebenden Menschen wird in keinem Augenblick die Achtung vor der zu erziehenden Persönlichkeit vergessen. 
Die Schule dient der Erziehung des Kindes zum verantwortlich handelnden freiheits- und ehrliebenden Menschen. 
Die Schule dient der Entwicklung des Kindes zu einer Persönlichkeit, die den politischen Zielen der jeweiligen Landesregierung entspricht. 
Die körperliche Züchtigung ist an allen öffentlichen Schulen unzulässig. Das Recht der Notwehr und des Notstandes bleibt unberührt. 
Die körperliche Züchtigung ist an allen öffentlichen und privaten Schulen des Landes auch in Notwehr und im Notstand verboten. 
3. Was muss die Beamtin oder der Beamte nach BeamtStG bei der Amtsverschwiegenheit beachten?
Unberührt von der Verschwiegenheitspflicht bleiben die gesetzlich begründeten Pflichten, geplante Straftaten anzuzeigen und für die Erhaltung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung einzutreten. 
Die Hinterbliebenen und Erben eines Beamten haben auf Verlangen des Dienstherrn oder des letzten Dienstherrn amtliche Schriftstücke, Zeichnungen, bildliche Darstellungen sowie Aufzeichnungen jeder Art über dienstliche Vorgänge, auch soweit es sich um Wiedergaben handelt, herauszugeben. 
Unberührt von der Verschwiegenheitspflicht bleiben die gesetzlich begründete Pflicht, Missstände aufzudecken und bei Gefahr im Verzuge die Vorgesetzten und die Presse einzuschalten. 
Die Verpflichtung der Beamtin oder des Beamten zur Herausgabe aller amtlichen Schriftstücke, Zeichnungen und bildlichen Darstellungen gilt nicht mehr für ihre oder seine Hinterbliebenen und ihre oder seine Erben. 
Beamtinnen und Beamte haben, auch nach Beendigung des Beamtenverhältnisses, auf Verlangen des Dienstherrn oder des letzten Dienstherrn amtliche Schriftstücke, Zeichnungen, bildliche Darstellungen sowie Aufzeichnungen jeder Art über dienstliche Vorgänge, auch soweit es sich um Wiedergaben handelt, herauszugeben. 
4. Was muss die Beamtin oder der Beamte nach BeamtStG bei der Amtsverschwiegenheit beachten?
Die Genehmigung, als Zeugin oder Zeuge auszusagen, darf nur versagt werden, wenn die Aussage dem Wohl des Bundes oder eines deutschen Landes erhebliche Nachteile bereiten würde.  
Die Genehmigung, als Zeugin oder Zeuge auszusagen, muss versagt werden, wenn der Vorgesetzte oder die Vorgesetzte Betroffene in einem Strafverfahren ist. 
Die Genehmigung, als Zeugin oder Zeuge auszusagen, darf nur versagt werden, wenn die Erfüllung öffentlicher Aufgaben ernstlich gefährdet oder erheblich erschwert würde. 
Die Genehmigung, ein Gutachten zu erstatten, kann versagt werden, wenn die Erstattung den dienstlichen Interessen Nachteile bereiten würde. 
Wird die Genehmigung, als Zeugin oder Zeuge auszusagen, versagt, ist Beamtinnen oder Beamten der Schutz zu gewähren, den die dienstlichen Rücksichten zulassen.  
5. Welche Antworten sind im Hinblick auf die Aufsichtspflicht einer Lehrkraft nach Schulgesetz richtig?
Die Aufsichtspflicht besteht während einer Wanderung auf einer Schulfahrt. 
In einem Schwimmbad muss die Aufsichtspflicht auf den Schwimmmeister übertragen werden.  
Mit der Beaufsichtigung können jeweils nach den Umständen des Einzelfalls auch Schülerinnen und Schüler betraut werden.  
Die Aufsichtspflicht besteht bei eigenverantwortlichem Arbeiten der Schülerinnen oder Schüler während der Unterrichtszeit. 
Die Aufsichtspflicht besteht auf dem Pausenhof während der Unterrichtszeit. 
6. Was kann nach SchulG § 4 durch die Eltern eingefordert werden?
Der Unterricht muss sich an der politischen Ausrichtung der Landesregierung orientieren. 
Die Aufgabe der Schule ist es, die körperlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch spezifische Sportangebote zu fördern.  
Die Schule soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, Verantwortung im privaten, familiären und öffentlichen Leben zu übernehmen. 
Die Schülerinnen und Schüler haben das Recht auf religiöse Unterweisung entsprechend ihrer individuellen Konfession. 
Es gehört zum Auftrag der Schule, die jungen Menschen zur Teilnahme am Arbeitsleben und zur Aufnahme einer hierfür erforderlichen Berufsausbildung zu befähigen. 
7. Kreuzen Sie die richtigen Aussagen gemäß Zeugnisverordnung an!
Bis zum Ende der Sekundarstufe I sind Beschlüsse der Klassenkonferenz zur verbalen oder tabellarischen Beschreibung des allgemeinen Lernverhaltens und des Sozialverhaltens zu vermerken.  
In dem Zeugnis sind neben ganzen Noten auch Zwischennoten zulässig. 
Beschlüsse über einen gewährten Notenschutz bei besonderen und andauernden Schwierigkeiten im Lesen oder Rechtschreiben sind zu vermerken. 
Die Angaben über das allgemeine Lernverhalten und Sozialverhalten sowie über die Unterrichtsversäum­nisse entfallen in den Abschluss- und Abgangszeugnissen. 
Unterblieb im Halbjahreszeugnis der Hinweis über Zweifel an der Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers, so kann daraus ein Recht auf Versetzung hergeleitet werden.  
8. Der Personalrat und die Dienststelle haben gemäß MBG gemeinsam dafür zu sorgen, dass …
... Maßnahmen durchgeführt werden, die der Gleichstellung von Frauen und Männern dienen. 
... die Wahl der Schwerbehindertenvertretung durchgeführt wird. 
… insbesondere Frauen und Behinderte bei der Bewerbung um eine Beschäftigung in der Dienststelle bevorzugt behandelt und eingestellt werden. 
... Frauenförderpläne aufgestellt, vereinbart und durchgeführt werden. 
... die Wahl der Frauenvertretung durchgeführt wird. 
9. Was hat die Lehrkraft bei der Auswahl des Reiseziels zu beachten?
Bei der Wahl des Reiseziels muss die Leiterin oder der Leiter darauf achten, dass es mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. 
Bei der Wahl des Reiseziels muss die Leiterin oder der Leiter darauf achten, dass es genügend Freizeiteinrichtungen für die jeweilige Schülergruppe gibt. 
Bei der Wahl des Reiseziels müssen die Gefahren so niedrig wie den Umständen nach möglich gehalten werden. 
Bei der Wahl des Reiseziels muss die Leiterin oder der Leiter darauf achten, dass es für den Besuch der jeweiligen Schülergruppe geeignet ist. 
Bei der Wahl des Reiseziels sollen finanzielle Gründe keine Rolle spielen. 
10. Was muss eine Lehrkraft bei der Auswahl der Reiseveranstalter beachten?
Die Auswahl der Reiseunternehmen sollte anhand objektiver und nachvollziehbarer Kriterien wie Sicherheit, Kosten oder sonstigen Konditionen erfolgen. 
Die Auswahl der Reiseunternehmen darf grundsätzlich nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. 
Die Leiterin oder der Leiter darf keine persönlichen Zuwendungen oder Vergünstigungen von einem Reiseunternehmen als Gegenleistung für die Auftragsvergabe entgegen nehmen. 
Ein vom Reiseveranstalter gewährter Freiplatz kann nur von Schülerinnen und Schüler in Anspruch genommen werden. 
Will eine Lehrkraft einen Freiplatz in Anspruch nehmen, sollte dieser nie persönlich, sondern zunächst der Schule oder dem Förderverein zugesprochen werden. 
11. Zu den Mitgliedern des Förderausschusses zählen …
… die untere Schulaufsichtsbehörde oder eine von ihr beauftragte Schulleitung. 
… die Eltern oder die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler.  
… je eine Vertreterin oder ein Vertreter der in Betracht kommenden Kostenträger der geplanten Maßnahme. 
… die Schulleitung oder eine von ihr beauftragte Lehrkraft der abgebenden Schule. 
… ein Vertreter der Jugendbehörde als jugendrechtliche Fachaufsicht. 
12. Was gilt für den Datenbestand in der Schule und die Zugriffsberechtigungen?
Die Schulleiterin oder der Schulleiter trägt mit Ausnahme der Datenverarbeitung durch Elternvertretungen die Verantwortung für die Beachtung des Datenschutzes. 
Der zugelassene Datenbestand an Schulen kann nur von den Schulleiterinnen und Schulleitern sowie von Schulaufsichtsbeamtinnen und Schulaufsichtsbeamten eingesehen werden, soweit dies zur Erfüllung der Aufgaben dieser Personen erforderlich ist.  
Die Klassenlehrkraft trägt mit Ausnahme der Datenverarbeitung durch Elternvertretungen die Verantwortung für die Beachtung des Datenschutzes in ihrer Klasse. 
Lehrkräfte, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Lehramtsstudentinnen und -studenten im Praktikum, Verwaltungskräfte im Sinne des § 33 Absatz 3 Satz 1 SchulG sowie die zur Schulsozialarbeit eingesetzten Personen können auf den Datenbestand der Schule zugreifen, soweit dies zur Erfüllung der ihnen jeweils übertragenen Aufgaben erforderlich ist. 
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Schule können auf den Datenbestand der Schule zugreifen. 
13. Zur Berufsschulpflicht sagt das SchulG in § 23:
Für Schülerinnen und Schüler liegt nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht an einem Förderzentrum eine Berufsschulpflicht nur dann vor, wenn sie sich in einer Ausbildung befinden.  
Die Berufsschulpflicht endet mit dem Abbruch des Ausbildungsverhältnisses.  
Als Erfüllung der Berufsschulpflicht kann anerkannt werden, wenn die oder der Berufsschulpflichtige wegen einer Behinderung oder sonderpädagogischen Förderbedarfs in eine Einrichtung übertritt, sofern diese über ein entsprechendes Angebot verfügt.  
Schülerinnen und Schüler, die ein Förderzentrum nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht verlassen, unterliegen der Berufsschulpflicht, soweit die Behinderung oder Beeinträchtigung dies zulässt.  
Schülerinnen und Schüler, die ein Förderzentrum nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht verlassen, unterliegen grundsätzlich der Berufsschulpflicht.  
14. Förderzentren nach § 45 Schulgesetz ….
… wirken an der Planung und Durchführung von Formen des gemeinsamen Unterrichts mit. 
… müssen Lehrkräfte anderer Schularten bei der Erstellung von Lernplänen fachlich unterstützen. 
… nehmen Schülerinnen und Schüler auf, die in anderen Schularten auch mit besonderen Hilfen dauernd oder vorübergehend nicht ausreichend gefördert werden können. 
… sollen auf die Eingliederung der Schülerinnen und Schüler in Schulen anderer Schularten hinwirken. 
… sollen eine individuelle Förderung entsprechend dem sonderpädagogischen Förderbedarf erteilen, soweit möglich die Aufhebung des sonderpädagogischen Förderbedarfs anstreben und dabei eine allgemeine Bildung vermitteln. 
15. Welche Aussagen zur Trägerschaft von Förderzentren treffen zu?
Der Schulträger kann unter bestimmten Voraussetzungen die Wahrnehmung seiner Aufgaben durch öffentlich-rechtlichen Vertrag auf einen anderen, insbesondere auf Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, übertragen. Der Vertrag bedarf der Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde. 
Träger aller Förderzentren sind die Kreise sowie kreisfreien Städte. 
Träger der Förderschulen ist im Regelfall das Land Schleswig-Holstein, vertreten durch die oberste Schulaufsicht. 
Förderzentren befinden sich grundsätzlich in freier Trägerschaft. 
Die Gemeinden sind Träger der Förderzentren mit dem Schwerpunkt Lernen. Die Trägerschaft kann auch andere Förderschwerpunkte umfassen. 
16. Wozu dient ein Lernplan und für wen ist eine Erstellung erforderlich? Prüfen Sie folgende Aussagen!
Der Lernplan enthält unverbindliche Absichtserklärungen zwischen allen am schulischen Werdegang einer Schülerin oder eines Schülers beteiligten Personen. 
Für jede Schülerin oder jeden Schüler, bei der oder dem nicht auszuschließen ist, dass zukünftig sonderpädagogischer Förderbedarf bestehen wird, ist ein Lernplan zu erstellen. 
Der Lernplan dient der Korrektur von Elternentscheidungen bei der Wahl der Schulart am Ende der Orientierungsstufe. 
Im Lernplan sind Aussagen über Lern- und Sozialverhalten möglich. Sie können sich auf schulisch wie außerschulisch bedeutsame Aspekte beziehen. 
Bei Absinken der Leistungen und bei drohender Nichtversetzung ist kein Lernplan zu erstellen. 
17. Förderzentren mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung erfüllen die Aufgaben …
… der Förderzentren mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung 
… der allgemein bildenden Schulen 
… der Förderzentren mit dem Schwerpunkt Lernen 
… der Grundschule 
… der Gemeinsschaftsschule (vorbehaltlich der Genehmigung durch die oberste Schulaufsichtsbehörde) 
18. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen …
… verbleiben i.d.R. unabhängig von ihrem Leistungsstand in der besuchten Lerngruppe, sofern die in ihrem Förderplan festgelegten Maßnahmen dem nicht entgegenstehen. 
… können an Förderzentren aufgrund ihrer Leistungen nicht versetzt werden, im gemeinsamen Unterricht dagegen steigen sie mit der Lerngruppe auf. 
… können eine Jahrgangsstufe wiederholen, wenn auf Antrag der Eltern die Klassenkonferenz dies beschließt. 
… werden im Hinblick auf Aufsteigen/Versetzung unabhängig vom Lernort gleich behandelt. 
… steigen ohne Versetzungsbeschluss auf, sofern die in ihrem Förderplan festgelegten Maßnahmen dem nicht entgegenstehen. 
19. Welche Aufgaben erfüllen die Gemeinschaftsschulen?
Die Gemeinschaftsschule führt alle Schülerinnen und Schüler aller Begabungen in einem weitgehend gemeinsamen Bildungsgang zur Berechtigung des Übergangs in die Oberstufe.  
Die Gemeinschaftsschule führt Schülerinnen und Schüler aller Begabungen in einem weitgehend gemeinsamen Bildungsgang bis zum Abitur.  
Gemeinschaftsschulen sind der kollektiven Förderung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. 
Die Gemeinschaftsschule führt Schülerinnen und Schüler aller Begabungen in einem weitgehend gemeinsamen Bildungsgang zu den Schulabschlüssen der Sekundarstufe I oder zur Berechtigung des Übergangs in die Oberstufe. 
Gemeinschaftsschulen sind der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. 
20. Eine Schülerin oder ein Schüler wird aus der Gemeinschaftsschule entlassen, wenn ...
...sie oder er zweimal erfolglos an der Aufnahmeprüfung zur Oberstufe teilgenommen hat. 
...die im Schulgesetz festgelegten Zeiten überschritten werden. 
...sie oder er zweimal erfolglos an der Prüfung zur Erlangung des Ersten Allgemeinbildenden Schulabschlusses teilgenommen hat. 
...sie oder er einmal erfolglos an der Prüfung zur Erlangung des Ersten Allgemeinbildenden Schulabschlusses und einmal erfolglos an der Prüfung zur Erlangung des Mittleren Schulabschlusses teilgenommen hat. 
...sie oder er zweimal erfolglos an der Prüfung zur Erlangung des Mittleren Schulabschlusses teilgenommen hat. 
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